Allianz für ein faires Urheberrecht in der Schweiz

Keine lizenz- und kostenpflichtigen Links
Kein Verbot von Memes und des Teilens von Fotos
Keine Behinderung von Satire und kritischer Berichterstattung

Eine kleine Interessengruppe will das Wesen des Internets zerstören.

Das Internet ist der wichtigste Kommunikationsraum für uns alle geworden.

  • Wir verlinken und kommentieren.
  • Wir finden und erstellen Inhalte und Memes und teilen sie mit anderen.
  • Wir fotografieren und möchten, dass unsere Fotos gesehen und geteilt werden können.
  • Wir machen Videos und schreiben Beiträge.

Das alles macht die Art und Weise aus, wie wir heute miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Damit soll nun Schluss sein?

Ein kleine Interessengruppe will sich neue Sonderrechte im Urheberrecht sichern – obwohl dies das Online-Leben der Allgemeinheit massiv einschränkt. Das ist unfair.

Wir kämpfen für ein faires Urheberrecht in der Schweiz.

«Kunst und Kultur entstehen nicht im luftleeren Raum. Ein Urheberrecht, das die Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der Welt, in der wir leben, einschränkt ist nicht zeitgemäss und führt zu Zensur und Willkür»
Felix Stalder
Professor, Zürcher Hochschule der Künste

Das Leistungsschutzrecht macht Links kostenpflichtig und benachteiligt kleine Verlage und den freien Journalismus

Mit dem geplanten Leistungsschutzrecht für journalistische Inhalte werden Links auf solche Inhalte neu lizenz- und kostenpflichtig. Nur noch einzelne Wörter ohne journalistische Bedeutung dürfen für den Linktext verwendet werden. Kleinen Verlagen und freien Journalist*innen wird es faktisch verunmöglicht ihre Inhalte im Netz verfügbar zu machen. Das Ergebnis ist eine weitere Konzentration auf wenige grosse Medienverlage.

Der Lichtbildschutz verhindert Memes und das Teilen deiner Bilder

Mit dem geplanten Lichtbildschutz werden alle Fotografien und Bilder automatisch und rückwirkend auf 50 Jahre, nachdem sie erstellt wurden, urheberrechtlich geschützt. Dadurch verstossen neu alle, die über Social-Media zum Beispiel deine Fotos teilen oder ein Meme erstellen, gegen das Urheberrecht. Es wird auch nicht mehr möglich sein, Fotos der Zeitgeschichte zu verbreiten. Darüber hinaus werden Bilder, die heute für die Allgemeinheit zugänglich sind, dem Internet entzogen und der privaten Verwertung durch Bildagenturen zugeführt.

Upload-Filter bremsen die Kreativität und fördern Zensur

Neu müssen Internet-Hosting-Anbieter garantieren, dass kein urheberrechtlich geschütztes Werk erneut publiziert wird, nachdem sie davon Kenntnis genommen haben. Damit werden sie faktisch dazu gezwungen, Upload-Filter einzurichten. Auch das Leistungsschutzrecht und der Lichtbildschutz führen früher oder später zu Upload-Filtern. Das Problem daran: Diese Filter machen viele Fehler, so dass die Betroffenen laufend beweisen müssen, dass sie nichts Verbotenes getan haben. Auch die Kreativität wird massiv eingeschränkt, weil bereits der kleinste Ausschnitt eines anderen Fotos, zum Beispiel auf einem Plakat im Hintergrund, gegen das Urheberrecht verstossen kann. Deshalb verhindern Upload-Filter deren Publikation. Satire, kritische Berichterstattung und vieles mehr werden durch solche Upload-Filter verunmöglicht. 

Ich möchte ein faires Urheberrecht

Mit deinem Namen als Unterstützerin oder Unterstützer kannst du mithelfen.

«Kunst muss sichtbar sein. Ein Urheberrecht, das die Bedürfnisse von Museen, Zeitschriften, Hochschulen und Verlagen ignoriert, ist auch für Kunstschaffende kein Gewinn.»
Claudia Jolles
Claudia Jolles
Chefredaktorin von Kunstbulletin und artlog.net

Drei Schritte zu einem fairen Urheberrecht

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#SaveYourInternet Demo
in Zürich am 23. März 2019

In ganz Europa gehen die Menschen auf die Strasse um sich gegen Leistungsschutzrechte und Upload-Filter zu wehren. Denn in der EU sind dieselben Lobbyisten am Werk wie in der Schweiz. Auch wir rufen zur Demo für ein freies Internet durch ein faires Urheberrecht auf! Hier findest du weitere Infos zur Demo.

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Unterstütze die Allianz
für ein faires Urheberrecht

Mache es den vielen Menschen und Organisationen gleich, die sich für ein faires Urheberrecht in der Schweiz einsetzen und werde Unterstützer*in unserer Allianz. Zeige mit Deinem Namen, dass es Dir nicht egal ist, ob wir in Zukunft ein Internet der Konzerne oder ein Internet der Menschen haben werden. Jetzt hier eintragen!

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Schreibe jetzt
an Deine Ständeräte

In der Juni-Session entscheidet der Ständerat, ob du schon bald keine Links mehr teilen kannst. Schreibe den Ständeräten deines Kantons, dass du gegen Leistungsschutzrechte, Lichtbildschutz und Upload-Filter bist und dass du im Herbst bei den Wahlen nicht vergessen wirst, wer wie abgestimmt hat. Hier geht’s zur Liste mit deiner Ständerätin bzw. deinen Ständerat.

«Das Leistungsschutzrecht erschwert es dem Publikum journalistische Leistungen im Internet zu finden. Das ist weder im Interesse der Konsumenten noch im Interesse der Medienunternehmen.»
Felix Schneuwly
Felix Schneuwly
Head of Public Affairs, comparis.ch AG

Wir fordern

Keine lizenz- und kostenpflichtigen Links

Mit dem geplanten Leistungsschutzrecht werden alle journalistischen Inhalte vergütungspflichtig. Das bedeutet, dass man Lizenzen haben muss, um auch nur kleine Ausschnitte oder Titel darstellen zu können und dass für die Links bezahlt werden muss. Eine solche Link-Steuer lehnen wir ab. Sie ist schädlich und unfair.

Kein Verbot von Memes und des Teilens von Fotos

Sowohl das geplante Leistungsschutzrecht wie auch der Lichtbildschutz führen dazu, dass die meisten Memes, die du bisher gemacht oder gesehen hast, nicht mehr möglich sind. Auch deine Fotos, die du im Internet oder über Social Media publizierst, können nicht mehr ohne Weiteres geteilt werden, ohne gegen das Urheberrecht zu verstossen. Eine derartige Einschränkung unserer Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten lehnen wir entschieden ab. Sie ist nicht gerechtfertigt und unfair.

Keine Behinderung von Satire und kritischer Berichterstattung

Upload-Filter werden nie erkennen können, ob ein Beitrag humorvoll, satirisch oder kritisch gemeint ist. Zum Beispiel werden keine sinnvollen Kommentare zum Zeitgeschehen mehr möglich sein, da solche Inhalte schon gar nicht erst hochgeladen werden können. Die Unschuldsvermutung wird aufgehoben. Wir wollen kein Internet, das nur noch Inhalte enthält, die einigen wenigen Medienkonzernen passen. Upload-Filter sind fehlerhaft und nicht fair.

«Diese Vorschläge widersprechen dem, wie wir heute das Netz nutzen. Memes und Ausschnitte von Inhalten sind Teil unserer Kommunikationskultur. Wir bezahlen einen hohen Preis, wenn das nicht mehr möglich ist.»
Cornelia Diethelm, Founder Centre for Digital Responsibility
Cornelia Diethelm
Gründerin Centre for Digital Responsibility

Blog

Weitere Testimonials

«Wir brauchen ein offenes Netz für die Bildung, zu der lebenslanges Lernen gehört. Unnötige Verschärfungen im Urheberrecht erschweren und behindern den Umgang mit Lernmaterialien im Netz.»
Philippe Wampfler
Lehrer (Kantonsschule Enge), Dozent (Universität Zürich)
«Wissen, Kunst, Kultur etc. muss für alle zugänglich sein; nach fünf Jahren öffentlicher Debatte auf europäischer Ebene und vielen Interaktionen in der Schweiz, können wir aus Sicht des Freien Wissens nicht mit dem zufrieden sein, was vorliegt und gerade passiert.»
Jenny Ebermann
Jenny Ebermann
Geschäftsführerin Wikimedia Schweiz
«Die aktuellen Entwicklungen in der Urheberrechtsgesetzgebung im Ständerat sind besorgniserregend. Ein Leistungsschutzrecht (Link-Steuer) widerspricht der Idee eines offenen und freien Internets.»
Andri Silberschmidt
Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz
«Wie man in Deutschland sehen kann, ist keineswegs sicher, dass das Leistungsschutzrecht den Verlagen auch nur einen zusätzlichen Franken bringen wird — aber sicher wird es dem Internet grossen Schaden zufügen.»
Peter Hogenkamp
Dr. Peter Hogenkamp
Unternehmer, Scope Content AG
«Seit Jahren droht mit jeder Überarbeitung des Urheberrechts­gesetzes eine Ausweitung des Urheberrechtsschutzes. Diesen Trend gilt es umzukehren. Denn viele historische und kulturelle Inhalte, welche heute keiner nennenswerten ökonomischen Verwertung (mehr) unterliegen, werden von einer Nutzung im Internet ausgeschlossen.»
Beat Estermann
Beat Estermann
Verein Opendata.ch, Koordinator der OpenGLAM-Arbeitsgruppe
«Der Lichtbildschutz führt einmal mehr dazu, dass die Public Domain, die Werke der Kultur die für alle verfügbar sind, massiv verkleinert wird. Es ist unfair, dass eine kleine Gruppe zulasten der Allgemeinheit ihre Sonderrechte erzwingen kann.»
Bruno Jehle, VRP Pictureparc, Präsident Digitale Allment
Bruno Jehle
VRP Pictureparc, Präsident Digitale Allmend

Unterstützende

Folgende Organisationen bilden die Allianz für ein faires Urheberrecht

Folgende Personen unterstützen die Allianz für ein faires Urheberrecht

Andreas Von Gunten, Digitale Gesellschaft – Erik Schönenberger, Digitale Gesellschaft – Pat Mächler, GLP / Piraten – Raffael DörigNikki Böhler, Opendata.ch – Christoph LaszloPatrick Stählin, Piratenpartei Schweiz – Leanda EberleChaos Computer Club Schweiz (CCC-CH) – Jana Honegger, W3rkH0f – Peter SzabóRuedi Maeder, MoneyToday.ch – Ralph KellerHernâni Marques, Chaos Computer Club Schweiz (CCC-CH) – Patrick SeemannReto Hilty, Universität Zürich – Moritz Friess, Feinheit AG – Alexander Robert HerrenKent Clelland, W3rkhof/line_code – Dan Wenger – Samuel Raymann – Cornelia Diethelm, Centre for Digital Responsibility – Marlon StadlerDavid Herzog, Piratenpartei – Salim Brüggemann, Zentrum für Demokratie Aarau – Ivan Louis, Kantonsrat SVP/SG, Unternehmer – Joel TraberJorge Ananiadis, Piratenparei – Beat MattmannYanis MartinPaul WüthrichDamian VogelsangDaniel Boos, Re:PublicDomain – Raffael Ruf –  Jean Marius D’Alexandris, Lyseconcept – Markus RitzmannFabian OchsenbeinLukas ToggenburgerNadine HudsonMartin BommeliOlivia Menzi, tinkla GmbH – Patrick FreiJessica LindnerPatrick Stähler, fluidminds – Daniel DonatschRahel Estermann, Kantonsrätin Grüne – Raphael Das GuptaPascal WartenweilerKatja Lutz, Lufrai – Antonia BertschingerMartin Sauter, Metoki GmbH – Sandro Covo, JUSO Aargau – Raphael TrummerJenny MarinitschFranz d’Huc, smaec gmbh – Patrick Klein-seligLovey Wymann, Schreib-Lounge – Simon Aeberhard, www.saoiaebi.com – Marc Böhler, Medienbildung Marc Böhler | mebimabo.ch – Manuel MeisterHelga Gröpl, senergy services ag – Reto Schneider, Digitale Gesellschaft – Holger Ort, Doku.FM Storytelling GmbH – Simon SuterBeat Estermann, Verein Opendata.ch – Hans MäderCarl Flisch, IG Schweizer Internetradio – Nathanael RohrLinus FüleBalthasar Glättli, Nationalrat – Serge K. Keller, Universität Freiburg – Ralf WannerFloyd Dylan BrunnerGian-Maria Daffré, Giammi GmbH – Dominic Erismann, SP Kölliken – Tobias J. NussbaumerDiego HättenschwilerPascal Kellenberger, Foora.com – Julia WannerPatrick BlaserDavid WinterDavide BernardiTobias WirzJudith Bellaiche, Kantonsrätin glp – Reto Schläppi, skybar.ch – Viktor GyörffyKalid Ahbri Carl Flisch, Swiss Foundation Public Domain – Matthias Heck, Wikimedia CH – Leila SchönenbergerPinia FlühlerMichael EugsterHartwig Thomas, Enter AG / Rüti ZH – Sascha AntenenMichael Hausding, Internet Society Switzerland Chapter – Nicole Vontobel, Schnellkraft GmbH – Adrian JörgPhilipp BaeriswylYannic Meier, TheWorkingClassHD – Thomas FlockChristof FlückDaniel Leutenegger, ch-cultura.ch – Kevin WenkJoel B. – Florian Gerber Oliver ThommenNicola FankhauserFredy Künzler, Gründer und CEO von Init7 – Tim DührkoopFelix Schneuwly, comparis.ch – Fabian BucherNorbert Bollow, trustworthiness.coach Norbert Bollow – Christoph Zimmermann, Swiss Foundation Public Domain – Daniel GrafAndreas Bürki, Digitale Gesellschaft – Andreas KurzChristian Helbling, Swisscom Directories AG –Bruno JehleBasil Rey, Schule Suhr – Felix Huber, glp – Bernie Höneisen, ISOC-CH / Ucom.ch – Valentino CampanaGiuliano GrassiYvo Hofer, Junge BDP – Martin SchilligerRemo Zuberbühler, JBDP Schweiz – Armin TauschMartin Roland BracherMarco Fritschi, SP – Dominik Stilhard, CH Chramfe & Hirne Frauenfeld – Martin Kägi, KW+P Management Consultants AG – Corinne Sieber, Zündschnur Marketingkommunikation GmbH – Dominik MarosiFlavio SchmidMartina ZinsliSamuel BurkhardtOlaf Kunz, Disrupt Media – Simon Jacobi, Tsüri.ch – Camille Roseau, WOZ Die Wochenzeitung / Verband Medien mit Zukunft – Christoph Deiters, Nightnurse Images – Marc ZossKilian Brogli, Piratenpartei Schweiz – Benjamin FreyLukas CavigelliMatthias Stürmer, Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit – Pascal Millischer, cube42 – Thomas WeissUrsin FilliNicola Zimmermann – Christian Meier, c-tech.ch gmbh – Ivo RütscheLinda Carmen Schmid, Gesangsstudentin HSLU, Medienschaffende – Bruno RoostRobert KocherJuri Moscianese, Infairmatik GmbH – Rahel FritschiSimon Imlig

Formular ausfüllen und die Allianz für ein faires Urheberrecht in der Schweiz unterstützen.

Visual der Allianz faires Urheberrecht

Wir sind eine Allianz von NGO’s, Unternehmen und Privatpersonen, die ein faires Urheberrecht in der Schweiz fordern. Die geplante Urheberrechtsrevision verschiebt das Gleichgewicht massiv weg von den Nutzerinnen und Nutzern des Internet hin zu ein paar wenigen Profiteuren von Sonderrechten. Unterstütze unsere Allianz mit deinem Namen und hilf mit, diese schädlichen Gesetzesvorschläge zu verhindern.

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